Skigebiet Scheffau

Im Winter 2011/12 sind wir so viel Ski gefahren wie noch nie zuvor. Das liegt daran, dass unsere Söhne mittlerweile beide auf den Brettern stehen und wir so als Familie auf die Piste gehen können.
Unser Lieblingsskigebiet ist das Skigebiet Scheffau am Wilder Kaiser. Wir waren hier schon sehr oft zum Skifahren, da es von unserem Wohnort aus in ca. 1 Stunde Fahrtzeit zu erreichen ist und damit natürlich ein optimales Ziel für einen Tagesausflug darstellt.
Es gibt mehrere Einstiege in dieses Skigebiet. Wir fahren immer nach Scheffau, weil wir hier die besten Erfahrungen gemacht haben.
Wir fahren auf der Autobahn Richtung Kufstein und verlassen diese bei der Ausfahrt Kufstein Süd. Bis hierher darf man auch ohne das österreichische Pickerl fahren, das heißt man muss keine Autobahngebühr bezahlen, um in die Skiwelt zu gelangen. Die gebührenfreien Parkplätze sind sehr gut ausgeschildert. Zum Hauptparkplatz – direkt bei der Seilbahn – geht es rechts hinunter.

Skigebiet Scheffau

Die Skiwelt ist ein Zusammenschluss mehrerer Skiorte.
Das Skigebiet im Wilden Kaiser verfügt über 279 Pistenkilometer. Davon sind

  • 124km blau (einfach)
  • 128km rot (mittelschwer)
  • 11km schwarz (schwer) und
  • 16km Skirouten (schwarz)

Erreichbar sind die Pisten über 91 Lifte und Bahnen.

Das Skigebiet liegt relativ niedrig. Scheffau zum Beispiel liegt auf einer Höhe von 752m, Söll nur auf 703m. Der höchste Punkt – die Hohe Salve – liegt auf 1829m Höhe. In der Skiwelt sind 210km der Pisten beschneibar.

Preise

Die Preise für die neue Saison stehen auf der Homepage www.skiwelt.at.

Skifahren im Skigebiet Scheffau

In Scheffau gibt es gleich zwei Gondelbahnen ins Skigebiet. Beide führen zum Brandstadl. Wir nehmen immer die Nr. 61/62, das ist die neuere der beiden Bahnen. Die Karten kann man direkt neben der an einer der Kassen Seilbahn kaufen.
Von Brandstadl aus gehen nur blaue Pisten talwärts, es ist also ein leichter Einstiegspunkt.
Wir fahren dann immer die Abfahrt 64 hinunter. Man kommt dort an einen 8-Personen-Sesselllift, der wieder zum Brandstadl führt, oder aber man kann weiter ins Skigebiet vordringen. Dafür nimmt man die Sessellifte 67 oder 68 die auf den Eiberg hinauf führen. Eine unserer Lieblingsabfahrten ist die Nummer 3 – Zinsberg. Dies ist eine blaue Piste Auf etwa der Hälfte befindet sich dann unser Lieblings-Einkehrort, an dem wir meist Mittagspausemachen.
Sehr gerne fahren wir dann noch zur Foischingbahn (25), diese bietet mehrere Möglichkeiten über schöne breite blaue Pisten zu fahren. Zurück geht es dann über die Pisten 2 bzw. 2b zur Bergstation Hochbrixen und von dort über die Zinsbergbahn weiter Richtung Eiberg. Man kann dann je nach Zeit noch in die andere Richtung des Skigebiets fahren, wo es auch viele schöne Pisten gibt.
Die Pisten sind unterschiedlich präpariert. Dies ist jedenfalls der Eindruck den wir erhalten haben. So haben wir bereits mehrfach das Gefühl gehabt, dass die Pisten im Bereich Brixen schlechter präpariert sind als die in Scheffau. In Brixen liegen oft Eisstücke auf der Piste, dies ist in Scheffau nicht der Fall. Das mag aber auch wetterabhängig sein, wir sind ja schließlich keine Experten. Insgesamt machen die Pistenpräparierer einen guten Job.
Da das Skigebiet über viele einfache Pisten verfügt, findet man hier auch viele Skifahrer, die nicht sehr gut und auch nicht sicher fahren. Dies sollte man bedenken, es gibt viele Anfänger, man muss gerade in den Ferienzeiten wo viel los ist sehr aufpassen. Gerade in den Ferien um Weihnachten / Neujahr und an Fasching sind sehr viele Skifahrer unterwegs.

Hütten und Gasthöfe

Es gibt 70 Möglichkeiten für eine Einkehr. Wir haben mittlerweile unsere Lieblingsorte gefunden. Meist machen wir Pause auf der Brantlalm, Abfahrt Zinsberg. Dort kann man schön draußen sitzen – wenn denn das Wetter entsprechend ist. Innen ist es auch sehr schön eingerichtet. Auch die Kummereralm ist sehr schön, diese befindet sich an der Abfahrt 69.
Die Preise sind ganz in Ordnung. Sie variieren nur minimal von Hütte zu Hütte. Da wir morgens immer schon früh losfahren, ist uns die Pause sehr wichtig. Die Kinder brauchen mittags etwas Warmes zum Essen, dann ist wieder genug Kraft für den Nachmittag da. Außerdem tut es auch gut, sich einmal hinzusetzen und auszuruhen.

Familien

Das gesamte Personal an den Liften ist sehr freundlich und hilfsbereit. Möchte man mit Kindern in den Lift einsteigen wird dieser abgebremst. Stehen die Kinder außen, kommt jemand vom Personal und hilft beim Einsteigen. Manchmal sogar noch mit einem lustigen oder freundlichen Kommentar.

Überhaupt würde ich das Skigebiet für Familien mit Kindern empfehlen. Es gibt fast nur blaue und rote Pisten und die Kinder können hier wunderbar das Skifahren lernen.

Wir freuen uns schon auf den kommenden Winter im Skigebiet Scheffau!

Skigebiet Scheffau - Blick zum Wilden Kaiser

Blick von der Brandstadl-Gondel zum Wilden Kaiser

Skigebiet Serfaus

Im lezten Winter haben wir 3 Skitage in Serfaus verbracht! Serfaus befindet sich in Österreich, im Bundesland Tirol, und zwar auf 1427 Metern Höhe (Laut Pistenplan). Der höchste Punkt des Skigebiets liegt 2.820 m hoch.
Das Skigebiet
Durch den Zusammenschluss der Skigebiete Serfaus und Fiss-Ladis gibt es ca. 204 Pistenkilometer. Das Skigebiet bietet für jedes Niveau genügend Möglichkeiten. Etwa 21% der 204 Pistenkilometer sind blau (leicht). 55,5% sind rot (mittelschwer) und 15,4% sind schwarz (schwer). Außerdem gibt es noch ca. 8,5 km Routen.
Die Preise
Ein Skipass kostete in der Wintersaison 2011/12 in der Hauptsaison für einen Tag 44 Euro. Mit diesem Pass kann man dann aber alle Liftanlagen benutzen. Mit der Gästekarte, die man bekommt, wenn man in Serfaus übernachtet, sind die Skipässe etwas günstiger zu bekommen. Eine genaue Preisliste ist auf der Homepage des Skigebietes unter www.serfaus-fiss-ladis.at zu finden.
Skifahren
Mit der Komperdellbahn (6er-Gondelbahn) sind wir direkt in Serfaus ins Skigebiet eingestiegen. Gerade am 2. Tag unserer Kurzreise – also am Samstag – war das Wetter wirklich herrlich. Uns wurde empfohlen, in Richtung Skigebiet Masner zu fahren. Dies ist am Ende des Skigebiets, und da die meisten Tagestouristen in Fiss oder Ladis starten konnten wir hier gleich morgens noch auf relativ freie Pisten hoffen. Hier gibt es auch eine Carvingstrecke.

Die Pisten werden immer abends von unzähligen Pistenraupen präpariert. Dass wir wunderschönes Wetter hatten ist jedoch nicht unbedingt von Vorteil für die Pisten. Gegen Mittag werden diese nämlich dann sulzig und schwer zum fahren. Am Nachmittag wollten wir dann noch in Richtung Fiss weiterfahren, wir haben dazu die Königsleithebahn genommen. Jedoch war die Abfahrt so zerfahren und schwierig, dass wir dann über einen Ziehweg doch wieder zurück sind.

Wir waren viel im Masnergebiet unterwegs. Dort sind die Pisten schön breit und nicht allzu schwer zu fahren. Man muss aber aufpassen, denn es gibt dort auch eine schwarze Piste, die Masnerkopfabfahrt. Außerdem haben wir öfter die Lawensbahn genommen, dort befinden sich die Rennstrecke und die Carvingpiste.
Die Pisten sind gut präpariert, jedoch hab ich schon bessere Pisten gesehen. Sie sind teilweise schon sehr wellig und einige Pisten hatten ordentliche Längsrillen. Man musste also wirklich gut aufpassen. Es kann natürlich sein, dass es durch die Wärme – es hatte am Samstagmorgen um 11 Uhr 12 Grad auf 2000 m Höhe – nicht mehr so einfach ist, die Pisten wirklich gut glatt zu bekommen. Man muss morgens früh dran sein, dann sind die Pisten wunderbar.
Die Beschilderung im Skigebiet ist hervorragend. An jedem Liftausstieg ist genau beschrieben, welche Strecke wohin führt. Natürlich ist es trotzdem nicht verkehrt, einen Pistenplan dabei zu haben.

Was mir außerdem sehr gut gefällt, sind die verschiedenen Wohlfühlstationen. Das sind Sonnenbänke, die an verschiedenen schönen Stellen im Skigebiet aufgestellt wurden. Man kann hier schön Pause machen, sich ausruhen und die Sonne und die Aussicht genießen.
Sessellifte und Gondeln
Wir sind keine Freunde von Schlepp- oder Tellerliften, und davon gibt es wirklich zum Glück kaum welche in diesem Skigebiet. Besonders an den Gondelliften ist das Personal sowohl beim Einstieg als auch beim Ausstieg sehr hilfreich und unterstützt die Skifahrer beim Ein- und Ausladen der Ski. Laut Webseite können im Skigebiet pro Stunde 87.250 Personen befördert werden und das ist schon enorm.
Hütten und Gasthöfe
22 Bergrestaurants, 4 Schirmars und jede Menge Après Ski gibt es laut Webseite. Am Freitag haben wir in der Skihütte Masner Panoramabar auf 2400 m Höhe zu Mittag gegessen. Das ist eine riesige Skihütte mit sehr vielen Sitzplätzen. Am Samstag waren wir auf der Schalber Alm zum Essen. Außerdem haben wir natürlich wie schon gesagt die Schirmbar bei der Kompardellbahn ausgiebig getestet. Die Preise für Speisen und Getränke sind in Ordnung.

Skigebiet Serfaus

Bergpanorama Skigebiet Serfaus

Insgesamt ein Skigebiet, das wir nur empfehlen können, da es für jeden Geschmack etwas bietet!

Tagestour Kranzhorn

Im Sommer 2011 haben wir einen Ausflug auf das Kranzhorn unternommen. Unterhalb des Gipfels liegt die Kranzhornalm. Das Kranzhorn liegt an der bayerisch-tirolerischen Grenze. Die Grenze zwischen beiden Ländern verläuft direkt über den Gipfel, deshalb gibt es zwei Gipfelkreuze: Ein tirolerisches und ein bayerisches.
Anfahrt
In Erl (Österreich, Tirol) biegt man – gegenüber der Post – in die Erlerbergstaße. Nach einiger Zeit erreicht man den Parkplatz am Ausgangspunkt der Wanderung.
Parkplatz
Der Parkplatz verläuft entlang der Straße. An unserem Wandertag gab es ausreichend Parkplätze. Wir sind erst Mittags dort angekommen und es waren noch viele Plätze frei. Am unteren Ende befindet sich ein Parkautomat, die Tageskarte kostet 2 Euro.
Die Wanderung
Vom Parkplatz auf 890m aus gibt es zwei Möglichkeiten, zur Alm zu gelangen. Wir haben für den Aufstieg den Weg über einen schönen breiten Forstweg gewählt, der durch die grüne Almlandschaft, teilweise auch durch den Wald führt. Man hat fast die ganze Zeit über einen tollen Blick in die Berge – vor sich der Heuberg, beim Blick zurück sieht man das ganze schöne Kaisergebirge. Es gibt auf diesem Weg ein paar Mountain-Biker, man muss also etwas aufpassen.
Zur Freude der Kinder haben wir auf der Kranzhornalm eine kurze Rast eingelegt, bevor wir dann weiter zum Gipfel sind. Der Weg ab der Hütte geht steil bergauf. Es ist ein richtiger Wanderweg, der teilweise mit Holzbalken unterstützt und treppenartig nach oben führt. Es geht dann nochmal in ein Waldstück, bevor der Berg so langsam immer schmaler wird. Kurz vor dem Gipfel geht es rechts und links steil hinunter. Am Gipfel (1366m) wurden natürlich Fotos gemacht, dann ging es zurück zur Almhütte. Kurz unterhalb des Gipfels gibt es noch eine kleine Kapelle, welche wir aber nicht näher angeschaut hatten.
Der Weg zurück zum Parkplatz geht erst einmal über die Kuhweide durch die Kühe hindurch und dann relativ steil nach unten. Wer Knieprobleme hat oder nicht gerne über Stock und Stein geht, sollte vielleicht doch lieber den Forstweg nehmen. Das letzte Wegstück geht wieder auf einem breiten Forstweg bis zum Parkplatz.
Die Alm
Die Kranzhornalm ist eine Hütte im Tiroler Stil. Man kann Brotzeiten genießen oder auch ein Stück Kuchen essen. Es gibt draußen viele Bänke, teilweise normale Bierbank-Garnituren, teilweise massive Holztische. Auch Sonnenschirme gibt es in genügend. Im Innenbereich gibt es ca. 50 Sitzplätze. Da es hier auch einen wunderschönen Kinderspielplatz gibt, sind unsere Jungs gleich mal verschwunden. Das gesamte zur Hütte gehörende Gebiet ist durch einen Holzzaun, man braucht also keine Angst haben, dass sich die Kinder zu weit entfernen.
Eine Bedienung gibt es nicht, um zu bestellen, geht man in die Hütte hinein. Man sollte sich die Tischnummer merken, denn das Essen wird dann von den freundlichen Wirtsleuten gebracht. Die Getränke kann man gleich mitnehmen, bezahlt wird auch gleich.
Für Kinder ist es auf jeden Fall ein tolles Ausflugsziel. Es gibt nicht nur den Spielplatz, sondern auch einen kleinen Streichelzoo. Hinter dem Zaun gibt es dann auch Kühe und sogar zwei Pferde.